A9: Schmuck, Bildende Kunst, Feine Antiquitäten, Militaria

01662 Meißen, Martinstraße 12  

Versteigerung am Samstag, 16. März 2019 ab 09:00  | Vorgebote abgeben

Aktuell | Präsenzauktion

3596

Position: 3596

Außergewöhnlicher Walzenkrug / Humpen: Meissen Porzellan, Johann Georg Hörold, Chinoiserien, Goldverzierungen, sehr gut.

Startpreis 700,00 €

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nicht verkauft

Zylinderkrug / Humpen, leicht konisch verlaufend, mit anmodelliertem Ohrenhenkel. Der leicht ausgestellte Stand mit Relief. Die Wandung in Gelb staffiert, mit asiatischem Blumen- und Insektendekor. Zudem eine große Kartusche mit Goldrandeinfassung, polychrom von Hand bemalt: Dokor Chinoi-Malerei nach Johann Georg Höroldt, dazu chinesische Blumenmalerei und asiatische Vögel. Goldränder, Goldverzierungen und Gold staffiert. Ø oben 9,3 cm, Ø unten 10,3 cm, Höhe 14,5 cm. Schwertermarke unterglasurblau für Staatliche Porzellan Manufaktur Meissen, nach 1948, zwei Schleifstriche. Sehr selten in dieser Qualität, tadelloser Zustand. Aus Privatsammlung, passend zu den Vornummern und zu Los 3634.
Etwas rechts der Mitte der Malerei wird ein Schild / Epithaph gezeigt. Es trägt die Aufschrift "Gottfried Keil Anno 1732 ...". Hier wird auf die Bildhauer-Tätigkeit J.J. Kaendlers Bezug genommen!
Trotz der Arbeitsauslastung als königlicher Modellmeister nahm Kaendler neben seiner Arbeit noch Aufträge an und wirkte zwischen 1731 und 1750 auch verschiedentlich als Steinbildhauer und fertigte mehrere Grabdenkmale.
Kaendlers spektakulärste Plastik im Kreuzgang der Franziskanerklosterkirche (Stadtmuseum Meißen) ist das Grabdenkmal für den Meißner Bürgermeister Gottfried Keil. Es zeigt den geflügelten Gott Saturn, der verzweifelt versucht, den schon dreifach gebrochenen Obelisken des Lebens vor dem Sturz zu bewahren. Auf dem Sockel sind eine Kröte als Symbol des Lebens und ein Stundenglas als Symbol der Vergänglichkeit sowie ein menschlicher Schädel als Symbol des Todes zu sehen.
[1.: Steffen Förster, Kändler (Kaendler), Johann Joachim, in: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky. 2.: Sächsische Zeitung vom 25.05.2016]

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